Auf nach süden - DKØfvs ruft DPØGVN


Du wolltest schon immer mal in den Süden? 
Prima - südlicher geht' s fast nicht - nämlich zum Südpol. Dort wohnen harte und kältefeste Frauen und Männer in einer Forschungsstation - der Neumayer-Station-III. Mit denen wollen wir reden, sie fragen, was sie denn den ganzen Tag da unten so machen, wie sie leben, wie es ihnen geht.

Neugierig geworden und Lust dabei zu sein? Dann findest du hier alle Infos dazu.

Schnelle Übersicht:

  • Was ist die Neumayer-Station-III?
  • Wie kann man als Schule mit der Station in Kontakt treten?
  • Welche technischen Voraussetzungen werden benötigt?
  • Wie läuft der Kontakt ab? Wer ist Ansprechpartner?
  • Wie organisieren wir das an unserer Schule?
  • Links

Was ist die station neumayer III?

Auszug aus dem Wikipedia-Artikel dazu:

Die Neumayer-Station III, benannt nach dem Geophysiker Georg von Neumayer, ist eine deutsche Polarforschungsstation des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) in der Antarktis. Sie befindet sich an der Atka-Bucht auf dem etwa 200 Meter dicken Ekström-Schelfeis,, etwa 6 Kilometer südlich der abgelösten Neumayer-Station II und treibt mit dem fließenden Schelfeis 157 Meter pro Jahr in Richtung offenes Meer.

Wie kann man mit der Station in kontakt treten?

Über Amateurfunk.
Was das ist, beschreibt Alex, IT-Ingenieur und Funker (persönliches Rufzeichen DL2ALY), hier sehr gut. Er erklärt dabei auch die Besonderheiten des Funkbetriebs in der Antarktis. Die Station selbst hat das Amateurfunk-Rufzeichen DPØGVN.
Wie Alex erwähnt, gibt es seit Februar 2020 dort auch eine komplette Sende- und Empfangsstation zur Kommunikation über den geostationären Amateurfunksatelliten QO-100.


Genau diese Einrichtung ermöglicht eine stabile Funkverbindung mit der Station. Wer sich aber unter einem geostationären Satelliten nichts vorstellen kann und nicht weiß, wozu so ein Ding sonst gut ist, findet hier ein gutes Video dazu.

Das ausdrückliche Angebot für Schulkontakte eröffnet Schülerinnen und Schülern die einmalige Möglichkeit, per Funk direkt und live mit der Stationsbesatzung ins Gespräch zu kommen.
Dies ist allerdings nur möglich, da die Steinbeisschule eine Clubstation betreibt und die Schüler dort - unter der Aufsicht lizenzierter Funkamateure und im Rahmen dieser besonderen Aktion - selbst zum Mikrofon greifen können. Für die Abwicklung des Funkverkehrs gibt es daher zwei Möglichkeiten:

  1. Die nicht-lizenzierten Schülerinnen/Schüler melden sich mit unserem "Ausbildungsrufzeichen" DN1FVS
    oder 
  2. sie ergänzen das Rufzeichen DKØFVS mit dem Zusatzbuchstaben T für "Trainee", Damit wird deutlich gemacht, dass eine/ein Nichtlizenzierte(r) gerade am Mikrofon ist. 

Funkkontakte mit der Station werden übrigens z.B. mit dieser Karte bestätigt (sogenannte QSL-Karte):


Noch ein Hinweis zu den Rufzeichen: Das "durchgestrichene O", also Ø, findet sich z.B. im Dänischen und entspricht dort dem Ö. Hier ist es jedoch eine Null, um eben nicht mit einem O verwechselt zu werden.
Das Rufzeichen wird dann also im internationalen oder NATO-Buchstabier-Alphabet, das auch weltweit im Amateurfunk benutzt wird, so ausgesprochen:


Delta Papa Null Golf Victor November

oder auf Englisch

Delta Papa Zero Golf Victor November


Mit DP beginnen die Rufzeichen deutscher Stationen, die ihren Standort dauerhaft nicht in Deutschland haben (exterritoriale Stationen).

 

Welche technischen Voraussetzungen werden benötigt?

Schulen, die mit DPØGVN in Kontakt treten wollen, benötigen, wie ober erwähnt, eine Bodenstation für den geostationären Satelliten QO-100. Die AFu-AG hat mit ihrer Arbeit über die vergangenen beiden Jahre die Voraussetzungen dazu geschaffen. Siehe dazu den Bericht auf der Amateurfunk-Hauptseite hier, und auch die Veröffentlichung in der Fachzeitschrift CQ/DL des Deutschen Amateur-Radio-Clubs, DARC.

Wie läuft der Kontakt ab? Wer ist Ansprechpartner?

Alleiniger Vermittler der Kontakte ist die AMSAT-DL e.V. - siehe Header oben.
Persönlicher Ansprechpartner ist Dr. Karl-August Eichhorn, genannt Charly, DK3ZL.
Alle Infos dazu finden sich im folgenden pdf-Dokument und auf den Seiten der AMSAT-DL.
Auszug:
Viele Schulen in Deutschland ergänzen ihr Schulangebot um freiwillige AGs. Funkamateure bieten vielerorts in diesem Rahmen Amateurfunk an und haben sogar eigene Funkstationen und Antennenanlagen auf den Schulgebäuden errichtet.

Es können ca. 20 Fragen gestellt werden und der Kontakt kann bis zu einer Stunde dauern.

Download
Schulkontakt - Voraussetzungen und Ablauf
Voraussetzung und Ablauf für einen Schul
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wie organisieren wir das an unserer schule?

So soll das Ganze ablaufen:

  1. Erstellung einer Projektseite zur Info der schulischen und externen Öffentlichkeit.
    Ist hiermit erledigt;-).
  2. Erstellung eines Zeitplans, wenn Dr. Eichhorn (Charly) uns einen Termin bekannt gegeben hat.
  3. Abfrage im Kollegium:  Wer hat Interesse mit einer Klasse am Schulkontakt mitzuwirken?
    Mitwirken bedeutet:
    - Ein Grundverständnis der Technik, die zum Einsatz kommt: Was ist Amateurfunk, was ist ein geostaionärer Satellit im Gegensatz zu umlaufenden Satelliten? Wer hier mehr wissen will, wendet sich gerne an die Amateurfunktruppe.
    - Solide Informationen zum Thema Südpol und der Forschung dazu einholen. Das kann z.B. ein Projekttag zum Thema sein, mit individuellen Schwerpunkten.
    - Welche interessanten Fragen ergeben sich daraus, die wir den Mitarbeitern/Wissenschaftlern vor Ort stellen wollen?
    - Gemeinsame Sitzung der beteiligten Lehrerinnen und Lehrer: Sichtung und Auswahl der erarbeiteten Fragen (maximal 20, siehe pdf oben).
  4. Jede mitwirkende Klasse bestimmt eine Sprecherin/einen Sprecher, die/der dann die erarbeiteten Fragen live per Funk zum Südpol sendet. Natürlich sollten diejenigen keine Mikrofonangst haben ;-).
  5. Rechtzeitige Information/Einladung externer Stellen (Landratsamt, Zeitung, ...):
    Mindestens 4 Wochen vorher!
  6. Streaming vorbereiten, damit, wer möchte, live den Kontakt verfolgen kann.
  7. Am Tag X - Durchführung der Aktion:
    - Versetzen der Funkstation vom schmalen Büroraum in das Klassenzimmer C-2.10
    - Finaler Test der Anlage in 2.10
    - Die "Abgeordneten" von den Klassen benannten Fragestellerinnen/Fragesteller finden sich im Raum C-2.10 ein und sortieren sich schon mal.
    Ebenfalls im Raum: Eingeladene externe Gäste.
    - Bei allen Beteiligten steigt der Puls. Wird auch alles klappen?
    - Am Ende: Alles hat hoffentlich funktioniert. Alle sind erleichtert, glücklich und können noch lange erzählen, tatsächlich mit dem Südpol gefunkt zu haben :-).

links

Hier nochmals die wichtigsten Links auf dieser Seite als Übersicht: